Wednesday, July 4, 2018

Im Supermarkt – Was Pack‘ Ich Ein, Was Nehm‘ Ich Mit?

Jetzt ist es offiziell, auch rotes Fleisch ist krebserregend. Allerdings bin ich nur mäßig schockiert, denn die schlechte Presse des Fleischverzehrs musste irgendwann in einer solchen Feststellung münden. Außerdem bin ich der Meinung, dass man so ziemlich jedes Lebensmittel zusammen mit dem Begriff “krebserregend” googeln kann und zu brauchbaren und “wissenschaftlich fundierten” Ergebnissen kommt. Davon unabhängig stellt sich aber vor allem für Sportler die Frage, was man denn überhaupt noch essen kann und soll.

Zunächst mal eine Entwarnung: Das Krebsrisiko durch vermehrten Fleischverzehr steigt für Männer mittleren Alters, für sich genommen schon eine Risikogruppe, im einstelligen Prozentbereich. Das ist zwar nicht gänzlich zu ignorieren, allerdings auch alles andere als erschütternd. Über die Empfehlungen der WHO, welche die Studie in Auftrag gegeben hat, habe ich mich an anderer Stelle schon einmal ausgelassen. Hier sei nur so viel gesagt, dass ich ein gesundes Misstrauen gegenüber einer von Lobbyisten durchsetzten Behörde anraten würde. Die WHO ist nicht die FIFA, aber vielleicht auch nicht so weit davon entfernt.
Die Sportler, die ich kenne, decken ihren erhöhten Proteinbedarf auch und vor allem durch vermehrten Verzehr von Fleisch. Das dieser erhöhte Bedarf bei der Ausübung von Kraftsportarten besteht, ist ein unbestreitbares Faktum, nur über die genaue Höhe des Bedarfs ist man sich nach wie vor nicht so ganz einig. Es kursieren Zahlen von 0,8 – 3 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag, letztere Zahl ergibt bei trainierten Männern gigantische Mengen, die wohl mit 3 Mahlzeiten kaum zu erledigen sind. Neuere Studien kommen aber zu dem Schluss, dass sich die Wahrheit eher im Bereich 1 – 1,5 Gramm abspielt. Dies gilt nicht nur, wie oft fälschlicherweise vermutet wird, für Hardcore-Bodybuilder, sondern auch für die Hausfrau und den Hausmann von nebenan. Mir ist keine Zielsetzung im Fitnessbereich bekannt, die nicht auf die ein- oder andere Weise mit Muskelaufbau zu tun hätte und hierfür benötigt der Körper nun einmal Protein.

Tierische Proteine weisen eine hohe biologische Wertigkeit auf, weil sie den körpereigenen Proteinen des Menschen ähnlich sind, meist wird dieser Bedarf durch das günstigere Hühnerfleisch und nicht durch Rindfleisch gedeckt. Nun hat in den letzten Jahren auch der Ruf des Hühnerfleischs ordentlich Federn lassen müssen, wegen unzumutbarer Haltung und exzessiver Medikation der Tiere. Die Langzeitfolgen eines übermäßigen Verzehrs von, sagen wir es ruhig, industriell hergestellten Hühnerfleisch sind noch wenig bekannt und wo wenig bekannt ist, ist die Verunsicherung groß. Fleisch vom Biobauern kann und will sich nicht jeder leisten, ein Verzicht auf Fleisch hingegen, kann in der Folge zu übermäßigem Konsum von Milch und Milchfolgeprodukten führen und das bekommt auch nicht jedem. Was ist also zu tun?
Gesundes Essen ist wichtig für die Gesundheit. Klicken Sie auf diesen Link, um weitere Informationen zu erhalten.

No comments:

Post a Comment