Jetzt ist es offiziell, auch rotes Fleisch ist
krebserregend. Allerdings bin ich nur mäßig schockiert, denn die schlechte
Presse des Fleischverzehrs musste irgendwann in einer solchen Feststellung
münden. Außerdem bin ich der Meinung, dass man so ziemlich jedes Lebensmittel
zusammen mit dem Begriff “krebserregend” googeln kann und zu brauchbaren und
“wissenschaftlich fundierten” Ergebnissen kommt. Davon unabhängig stellt sich
aber vor allem für Sportler die Frage, was man denn überhaupt noch essen kann und soll.
Zunächst mal eine Entwarnung: Das Krebsrisiko durch
vermehrten Fleischverzehr steigt für Männer mittleren Alters, für sich genommen
schon eine Risikogruppe, im einstelligen Prozentbereich. Das ist zwar nicht
gänzlich zu ignorieren, allerdings auch alles andere als erschütternd. Über die
Empfehlungen der WHO, welche die Studie in Auftrag gegeben hat, habe ich mich
an anderer Stelle schon einmal ausgelassen. Hier sei nur so viel gesagt, dass
ich ein gesundes Misstrauen gegenüber einer von Lobbyisten durchsetzten Behörde
anraten würde. Die WHO ist nicht die FIFA, aber vielleicht auch nicht so weit
davon entfernt.
Die Sportler, die ich kenne, decken ihren erhöhten
Proteinbedarf auch und vor allem durch vermehrten Verzehr von Fleisch. Das
dieser erhöhte Bedarf bei der Ausübung von Kraftsportarten besteht, ist ein
unbestreitbares Faktum, nur über die genaue Höhe des Bedarfs ist man sich nach
wie vor nicht so ganz einig. Es kursieren Zahlen von 0,8 – 3 Gramm pro
Kilogramm Körpergewicht pro Tag, letztere Zahl ergibt bei trainierten Männern
gigantische Mengen, die wohl mit 3 Mahlzeiten kaum zu erledigen sind. Neuere
Studien kommen aber zu dem Schluss, dass sich die Wahrheit eher im Bereich 1 –
1,5 Gramm abspielt. Dies gilt nicht nur, wie oft fälschlicherweise vermutet
wird, für Hardcore-Bodybuilder, sondern auch für die Hausfrau und den Hausmann
von nebenan. Mir ist keine Zielsetzung im Fitnessbereich bekannt, die nicht auf
die ein- oder andere Weise mit Muskelaufbau zu tun hätte und hierfür benötigt
der Körper nun einmal Protein.
Tierische Proteine weisen eine hohe biologische
Wertigkeit auf, weil sie den körpereigenen Proteinen des Menschen ähnlich sind,
meist wird dieser Bedarf durch das günstigere Hühnerfleisch und nicht durch
Rindfleisch gedeckt. Nun hat in den letzten Jahren auch der Ruf des
Hühnerfleischs ordentlich Federn lassen müssen, wegen unzumutbarer Haltung und
exzessiver Medikation der Tiere. Die Langzeitfolgen eines übermäßigen Verzehrs
von, sagen wir es ruhig, industriell hergestellten Hühnerfleisch sind noch
wenig bekannt und wo wenig bekannt ist, ist die Verunsicherung groß. Fleisch
vom Biobauern kann und will sich nicht jeder leisten, ein Verzicht auf Fleisch
hingegen, kann in der Folge zu übermäßigem Konsum von Milch und
Milchfolgeprodukten führen und das bekommt auch nicht jedem. Was ist also zu
tun?
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